Eine gute Matratze ist eine Anschaffung für viele Jahre. In unserem Ratgeber erklären wir verständlich, worauf es bei der Wahl ankommt, welche Materialien zu wem passen und wie Sie Ihre Matratze richtig pflegen, damit Sie lange gut darauf schlafen.
Inhalt
- Welcher Härtegrad passt zu mir?
- Die richtige Matratze für Ihre Schlafposition
- Naturlatex, Kokos, Hanf oder Federkern?
- Matratze und Lattenrost: das richtige Zusammenspiel
- Die ersten Nächte auf der neuen Matratze
- Matratze richtig pflegen
- Wann ist es Zeit für eine neue Matratze?
- 7 Tipps für besseren Schlaf
1. Welcher Härtegrad passt zu mir?
Der Härtegrad beschreibt, wie stark eine Matratze unter Belastung nachgibt. Entscheidend ist, dass Ihre Wirbelsäule im Liegen möglichst gerade bleibt: Ist die Matratze zu weich, sinkt das Becken ein und es entsteht ein Hohlkreuz oder ein Durchhängen. Ist sie zu fest, können Schulter und Hüfte nicht ausreichend einsinken, und es entstehen Druckpunkte.
Als erste Orientierung dient das Körpergewicht:
| Körpergewicht | Empfohlener Härtegrad |
|---|---|
| bis ca. 60 kg | H1 bis H2 (weich bis mittel) |
| ca. 60–80 kg | H2 (mittel) |
| ca. 80–100 kg | H3 (mittelfest) |
| über 100 kg | H4 (fest) |
Diese Werte sind ein Richtwert, keine feste Regel. Die Härtegrade sind nicht genormt und können sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Auch Körperbau und persönliches Empfinden spielen eine Rolle: Wer breite Schultern hat oder grundsätzlich lieber „im Bett“ als „auf dem Bett“ liegt, wählt oft eine Stufe weicher. Genau deshalb haben Sie bei uns 100 Nächte Zeit, es in Ruhe herauszufinden.
2. Die richtige Matratze für Ihre Schlafposition
Seitenschläfer
Etwa die Hälfte aller Menschen schläft überwiegend auf der Seite. Hier müssen Schulter und Becken tief genug einsinken können, damit die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Ideal ist eine punktelastische Matratze mit einer weicheren Schulterzone. Unsere Naturlatex-Federkernmatratze Bella-Savalis ist genau dafür mit Spezialfedern in der Schulterzone ausgestattet.
Rückenschläfer
In Rückenlage braucht vor allem der Lendenbereich Unterstützung, damit kein Hohlkreuz entsteht. Eine mittelfeste bis feste Matratze mit guter Zonierung hält den Körper in einer natürlichen Position. Die Naturlatex-Kokos-Matratze Vita-Basic mit 5 Liegezonen ist für Rückenschläfer eine gute Wahl.
Bauchschläfer
Bauchschläfer sollten eher fest liegen. Ist die Matratze zu weich, sinkt das Becken ein und die Lendenwirbelsäule wird überstreckt. Feste Modelle wie die Vita-Basic oder die Hanf-Matratze Canapa geben hier den nötigen Halt. Ein flaches Kissen entlastet zusätzlich den Nacken.
Wechselschläfer
Wer die Position nachts häufig wechselt, braucht eine Matratze, die sich schnell anpasst und das Umdrehen nicht erschwert. Naturlatex ist dafür sehr gut geeignet, da er sofort in seine Form zurückfindet.
3. Naturlatex, Kokos, Hanf oder Federkern?
Naturlatex
Naturlatex wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen. Er ist punktelastisch, das heißt, er gibt nur dort nach, wo Druck entsteht, und stützt die übrigen Körperbereiche. Naturlatex ist sehr langlebig und formstabil. Wichtig: Wer eine Latexallergie hat, sollte vor dem Kauf ärztlichen Rat einholen.
Kokosfaser
Kokosfasern bilden eine feste, gut belüftete Schicht. In Kombination mit Naturlatex entsteht eine stützende Liegefläche, die besonders Rücken- und Bauchschläfer schätzen. Die Fasern sind meist mit Latex gebunden, damit sie formstabil bleiben.
Hanf
Hanf ist eine sehr robuste Naturfaser. Sie kann Feuchtigkeit gut aufnehmen und wieder an die Raumluft abgeben. Das ist ein Vorteil, denn jeder Mensch gibt nachts Feuchtigkeit ab, und ein trockenes Bett sorgt für ein angenehmes Schlafklima.
Federkern und Boxspring
Federkernmatratzen sind besonders gut belüftet, da zwischen den Federn viel Luft zirkulieren kann. Das ist ideal für Menschen, die nachts schnell schwitzen. In Kombination mit einer Naturlatex-Auflage verbinden sie die Federung des Federkerns mit der Anpassungsfähigkeit von Latex. Boxspringmatratzen wie die Sana-Savalis bieten durch ihre Höhe von 23 cm außerdem einen bequemen Einstieg.
4. Matratze und Lattenrost: das richtige Zusammenspiel
Die beste Matratze kann ihre Wirkung nur auf einer passenden Unterlage entfalten. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Abstand der Latten: Er sollte höchstens 6 cm betragen, bei Latexmatratzen besser 3–4 cm, damit die Matratze nicht zwischen die Latten drückt.
- Belüftung: Legen Sie Matratzen nie direkt auf den Boden oder eine geschlossene Platte. Ohne Luftzirkulation kann sich Feuchtigkeit stauen.
- Verstellbare Lattenroste: Bei Latexmatratzen ist ein Lattenrost mit verstellbarer Mittelzone ideal, um die Härte im Beckenbereich fein abzustimmen.
- Boxspringmatratzen: Sie können auf einem Boxspring-Unterbau oder einem stabilen Lattenrost liegen.
5. Die ersten Nächte auf der neuen Matratze
Nach dem Auspacken braucht Ihre Matratze 24 bis 48 Stunden, um ihre volle Form zu erreichen. Ein leichter Eigengeruch neuer Materialien ist normal und verfliegt durch gutes Lüften schnell.
Viel wichtiger: Auch Ihr Körper braucht Zeit. Wer jahrelang auf einer durchgelegenen Matratze geschlafen hat, empfindet eine neue, stützende Matratze anfangs oft als ungewohnt, manchmal sogar als unbequem. Die Muskulatur muss sich erst an die neue, gerade Liegeposition gewöhnen. Geben Sie sich und der Matratze deshalb zwei bis vier Wochen Zeit, bevor Sie urteilen. Mit 100 Nächten Probeschlafen haben Sie dafür alle Zeit der Welt.
6. Matratze richtig pflegen
- Täglich lüften: Schlagen Sie morgens die Bettdecke zurück und lassen Sie die Matratze einige Minuten atmen, bevor Sie das Bett machen.
- Regelmäßig drehen: Drehen Sie die Matratze alle drei Monate von Kopf- zu Fußende und, falls sie beidseitig nutzbar ist, auch von oben nach unten. So nutzt sie sich gleichmäßig ab.
- Matratzenschoner verwenden: Ein waschbarer Schoner schützt vor Schweiß und Flecken und verlängert die Lebensdauer deutlich.
- Bezug waschen: Ist der Bezug abnehmbar, beachten Sie die Pflegehinweise auf dem Etikett. Den Matratzenkern selbst nie waschen.
- Flecken behandeln: Frische Flecken nur vorsichtig mit lauwarmem Wasser und milder Seife abtupfen, nicht reiben und die Matratze danach vollständig trocknen lassen.
- Raumklima: Lüften Sie das Schlafzimmer täglich, ideal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40–60 %.
7. Wann ist es Zeit für eine neue Matratze?
Als Faustregel gilt: Eine Matratze sollte nach etwa 8 bis 10 Jahren ersetzt werden. Hochwertige Naturlatexmatratzen halten bei guter Pflege oft länger. Unabhängig vom Alter sind das typische Anzeichen:
- sichtbare Kuhlen oder Liegemulden,
- Sie spüren Federn oder einzelne harte Stellen,
- Sie wachen häufiger mit Verspannungen auf und schlafen in anderen Betten besser,
- die Matratze knarzt oder ist sichtbar verformt,
- Ihr Körpergewicht oder Ihre Schlafgewohnheiten haben sich deutlich verändert.
8. 7 Tipps für besseren Schlaf
- Feste Zeiten: Gehen Sie möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende.
- Kühles Schlafzimmer: Die meisten Menschen schlafen bei 16–19 °C am besten.
- Dunkelheit: Verdunkeln Sie den Raum möglichst vollständig, schon wenig Licht kann den Schlaf stören.
- Bildschirmpause: Legen Sie Smartphone und Tablet etwa eine Stunde vor dem Schlafen beiseite.
- Koffein und Alkohol: Verzichten Sie ab dem Nachmittag auf Kaffee und abends auf Alkohol, beides verschlechtert die Schlafqualität.
- Bewegung am Tag: Regelmäßige Bewegung fördert den Schlaf, intensiver Sport sollte aber nicht direkt vor dem Zubettgehen stattfinden.
- Das richtige Kissen: Das Kissen sollte den Nacken so stützen, dass Kopf und Wirbelsäule eine Linie bilden. Seitenschläfer brauchen meist ein höheres Kissen als Rücken- oder Bauchschläfer.
Leiden Sie dauerhaft unter Schlafproblemen oder Rückenschmerzen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Eine gute Matratze kann den Schlafkomfort verbessern, ersetzt aber keine medizinische Abklärung.
Noch Fragen?
Sie sind unsicher, welche Matratze zu Ihnen passt? Schreiben Sie uns an info@matratzen-oase.com oder rufen Sie uns an unter +49 170 5111200. Wir beraten Sie gern persönlich.